Meran muss Wohnstadt bleiben

Manifest für Lebensraum, Wohnraum und Lebensqualität
Meran ist eine gastfreundliche Stadt. Der Tourismus gehört zu ihrer Geschichte und zu ihrer wirtschaftlichen Realität. Aber eine Stadt, in der man gut Urlaub machen kann, muss zuerst eine Stadt sein, in der man gut leben kann.
Heute gerät dieses Gleichgewicht ins Wanken. Wohnraum wird knapper, das Leben teurer, der Alltag belasteter. Immer mehr Menschen haben den Eindruck, dass Meran Schritt für Schritt zu einer Kulisse wird — schön für Besucher, aber immer schwieriger für jene, die hier wohnen, arbeiten, Familie gründen und alt werden wollen.
Darum braucht Meran einen neuen Kurs. Nicht gegen Gäste. Sondern für die Menschen, die dieser Stadt dauerhaft Leben geben.
Unser Zielbild ist klar: Meran soll Gaststadt bleiben — aber zuerst Wohnstadt sein. Denn eine Stadt, die für ihre Einwohnerinnen und Einwohner lebenswert bleibt, ist auf Dauer auch die beste Grundlage für einen qualitätsvollen Tourismus.
Unsere 10 Anliegen:
1. Meran ist eine Wohnstadt — nicht nur ein Reiseziel.
Die Stadt muss zuerst den Menschen dienen, die hier leben.
2. Lebensraum ist schützenswert.
Wohnqualität, Nachbarschaft, Ruhe, Alltag und Zugehörigkeit sind keine Nebensache.
3. Die Stadt ist keine Kulisse.
Meran darf nicht zur schönen Oberfläche werden, hinter der das normale Leben verschwindet.
4. Wohnraum geht vor Verwertung.
Wohnungen sind zum Wohnen da — nicht in erster Linie zur touristischen Rendite.
5. Tourismus braucht Grenzen und Leitplanken.
Was wirtschaftlich nützt, darf sozial und städtebaulich nicht schaden.
6. Gastfreundschaft braucht Fairness.
Wer Gäste willkommen heißt, darf die eigenen Bürger nicht verdrängen.
7. Lebensqualität ist ein öffentliches Gut.
Bezahlbares Wohnen, funktionierende Mobilität und lebenswerte Viertel
gehen alle an.
8. Öffentlicher Raum gehört zuerst dem Gemeinwohl.
Die Entwicklung der Stadt darf sich nicht einseitig an touristischer Nutzung
orientieren.
9. Politische Verantwortung heißt steuern, nicht zuschauen.
Wo Fehlentwicklungen sichtbar sind, braucht es Regeln, Kontrolle und
Prioritäten.
10. Merans Zukunft entscheidet sich am Gleichgewicht.
Nur eine Stadt, die für Einheimische lebenswert bleibt, wird auch langfristig für Gäste attraktiv sein.
Unser Appell
Meran braucht jetzt eine klare politische Priorität für Wohnraum, Lebensqualität und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Tourismus und Stadtleben.
Nicht später. Jetzt.
Denn nur eine Stadt, die für die Menschen, die hier leben, lebenswert bleibt, wird auch langfristig eine Stadt sein, in der man gerne zu Gast ist.
IMPULSE
10
Punkte des Manifests für ein lebenswerteres Meran
5
Konkrete Maßnahmen, die die Gemeinde umsetzen kann
1
Ziel: Eine Stadt – vor allem für die Menschen, die hier leben